... hatten wir zuerst einmal vier Stunden Sprachunterricht. Das vorletzte Mal! Wir sind, glaub ich, alle froh, wenns vorbei ist. Es ist schon sehr anstrengend eine völlig fremde Sprache innerhalb kürzester Zeit zu lernen. Dafür haben wir aber auch schon einzelne Erfolgserlebnisse, wenn man kleinere Sätze oder einzelne Wörter in Gesprächen aufschnappt, die man dann versteht. :-)
Danach sind wir bei Doris zum Spätzle essen eingeladen worden. mmmmhhh... Lecker! Doro war mit den Kidis auch da und das hat das Essen selbstverständlicherweise gleich nochmal viel interessanter gemacht. :-)
Außerdem wurden Lisa und ich dann als Künstler engagiert. Mit speziellen Glitzerstiften mussten wir jedem Muster auf die Arme und am Ende auch auf die Füße malen. Ich und künstlerische Muster... *augenroll* Ein Glück sind die Kidis nicht sehr anspruchsvoll und fanden alles "toll", was ich ihnen gemalt habe. Am meisten ging es eh darum funkelnde Arme zu haben. ;-)
Damit uns ja nicht langweilig wird, hat Doris mit uns den - aufgrund des Regens - verschobenen Stadtausflug nachgeholt. Mit dem Daladala (hier der Bus) gings ab nach Darajani (Marktteil von Stone Town). Man stellt sich an den Streßenrand und wartet auf den Daladala. Das sind im Grunde ... Jeeps beschreibts vll am ehesten. Nicht so robust, aber hinten mit offener Ladefläche, die allerdings überdacht ist und an den Seiten mit leicht gepolsterten Holzplanken zum Sitzen ausgeststattet sind. Die Höhe der Überdachung lässt allerdings sehr zu wünschen übrig - ungefähr hüfthoch. Dementsprechend ist ein- und aussteigen nur in sehr gebückter Haltung möglich. ;-) Aber ich muss sagen, man sitzt eigentlich ganz gut. Und wenn der Fahrer in die Eisen steigt, dann passiert es schonmal, dass alle Insassen gleichzeitig an die "Decke" fassen, um irgendwo Halt zu finden. Meist sind Daladalas allerdings so voll, dass man weich fällt. ;-)
In der Stadt angekommen, haben wir dann mal wieder nach Röcken gesucht. Haben auch einen tollen schwarzen gefunden, der allerdings nicht perfekt gepasst hat. Die Verkäuferin meinte dann sie bezahlt den Schneider, der das Ganze umnäht. Während wir gewartet haben, kam eine Freundin der Verkäuferin und die hat Lisa und mir dann unsere Kopftücher in der hier üblichen Art umgebunden. :-) Hoffentlich bekommen wir das beim nächsten Mal selber hin.
Natürlich wurde dann Smalltalk betrieben bis der Rock fertig zurückkam. Wir haben uns auch gleich noch spezielle Klammern für die Tücher gekauft. Und Doris meinte danach zu uns, dass es echt was ausmacht, dass wir Kopftücher tragen. Wir hätten den Rock nämlich billiger bekommen, als eine Freundin von ihr ohne Kopftuch und dann hat sie auch noch ein bisschen nachgelassen. Voll cool!
Als wir dann weitergewandert sind haben wir auch mehrmals auf höfliche Art und Weise das Kompliment bekommen, dass wir gut aussehen. Hier wird das vor allem durch "anständig" oder "gut angezogen" ausgedrückt. Das war schon ne tolle Erfahrung.
In einem Laden hier gibt es einen Mann, der aus verschieden dunklen Holzfasern Bilder macht. Beeindruckend!


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