Ich hab euch ja schon kurz erzählt, dass wir Samstag und Sonntag ohne Frauen auskommen mussten... und deshalb gleich zweimal für ein paar Stunden im Pool eines Hotels waren. Wir hatten auch sehr viel Spaß mit Nassspritzen, Kinder werfen, tauchen,...
Einmal gabs nen heftigen Schock, als ein afrikanisches Kind beinahe ertrunken wäre. Ein Glück haben die Mutter und Hansi schnell reagiert und das Kind gerettet.
Montagmorgen waren wir vier Stunden in der Werkstatt. Vor allem Putzen und Sortieren stand auf unserem Plan, den der Hansi - auf Anweisung hin ;-) - erstellt hat. Jason kam in den Computerraum, sieht uns schrubben und fragt: "How did you get this Fun-job?" Tja,... Als wir schon ein bisschen das Büro geräumt hatten, kam die "Sekretärin" rein und meinte: "Nice. Safi. Nzuri sana." (Schön. Super. Sehr gut.) Das Gleiche haben wir auch von Hans zu hören bekommen. :-) Da haben wir uns schon mal mächtig gefreut. :-)
Nach dem Mittagessen haben wir uns dann aufgemacht zur Roxanne und haben bei ihr Tierohren gebastelt für die Aufführung ihrer Tochter in der Schule. Rosa Hasenohren, Elefant, Hund, Löwe,... ;-) Danach herrschte allgemeines Chaos und weil Anni nebenbei mit Glitzer experimentierte schillerte es auch überall!
Dienstag: Joel und Evy stellten wie immer in der Früh unser Wohnzimmer und den Hof auf den Kopf. Nach dem Mittagessen hieß es für Lisa und mich nochmal basteln. Jetzt sind wirklich alle Tiere fertig und wir sind gespannt auf die Fotos, die Roxanne machen wird. ;-) Abends haben wir dann noch ein bisschen gelesen und gedöst, weil wir durch die Hitze vollkommen erledigt waren.
Mittwoch früh hatte ich dann eine Menge Spaß bei Fangen spielen, Türme bauen und umschmeißen, "Kochen" und Verstecken. Als ich mich dann auch unter der Decke verstecken musste, lief der Schweiß in Strömen, aber das gehört hier einfach dazu. Joel ist eh immer pitschnass und ich folge einfach seinem Beispiel. ;-)
Am Nachmittag haben wir drei Mädels - Doris, Lisa und ich - uns auf den Weg in die Stadt gemacht - Kleid kaufen für das Gebet vor der Hochzeit zu der wir eingeladen worden sind. Die eigentliche Hochzeit folgt dann im Dezember. Hier müssen die Kleider möglichst schillern und funkeln, lange Arme haben, zum Boden reichen und oben geschlossen sein, denn das Gebet findet in der Moschee statt. Deshalb hab bin ich nun stolze Besitzerin dieses Kleides (hier bei der Anprobe):
Abends waren wir dann noch bei Hansi und Doro zum Babysitten. Ich war so fertig, dass ich tief und fest eingeschlafen bin!
Donnerstag waren wir dann wieder in der Werkstatt. Das Büro ist jetzt soweit fertig sortiert und geputzt, sämtliche Rechnungen sind in den Computer eingetragen und wir haben eine lange Liste mit Werkzeugen, die wir nun mithilfe von Übersetzungsprogrammen ins Englische bringen sollen... nicht so ganz leicht, wenn die Werkzeuge zum Beispiel Maulringschlüsselsatz oder Ratschenkasten heißen...?! Wir werden damit jedenfalls noch eine Weile beschäftigt sein. :-)
Um zwei sollten dann eigentlich die Afrikanerinnen zum Zöpfe flechten kommen... Die kommen nach Hause! Das ist ein Service, oder? Naja, dass sie nicht pünktlich kommen, damit haben wir ja schon gerechnet, aber dass sie gleich zwei Stunden später kommen würden hätten wir auch nicht gedacht. ;-) Sie haben das Haus nicht gefunden. :-) Am Ende aber waren sie da und Lisa und ich haben uns auf den Boden gehockt. Für ca. zwei Stunden! Boah, mein Hinter hat danach echt wehgetan! ;-) Eigentlich hatte ich ja mehr Angst, dass mein Kopf wehtut, weil diese Zöpfe ja direkt an der Kopfhaut entlanggeflochten werden und das soll ganz schön schmerzen - haben uns auch schon mehrere bestätigt. Ich hatte damit aber keine großen Probleme. Nur jetzt zieht es ein bisschen beim Lachen und wenn die Haare nass werden, weil sie dann so schwer sind. Ansonsten find ichs gut, aber es ist gewöhnungsbedürftig - seht selbst:
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| Halbzeit |

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| kurze herausstehende Haare werden mit ner Kerze abgefackelt |
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| von hinten |
Auf dem letzten Bild seht ihr den Unterschied zwischen einer Sansibari und einer vom Festland. Die im blauen Kleid kommt vom Festland und ist für hiesige Verhältnisse (und auch allgemein) viel zu freizügig angezogen. Als ich sie sah, hab sogar ich einen Schock bekommen, denn so was sieht man hier eher selten. Ich muss sagen, dass ich mich echt schnell an langen Rock und Kopftuch gewöhnt habe und das auch gerne trage. :-)
Heute hatten wir dann einen entspannten Morgen. Als Joel kam, war es allerdings aus mit der Ruhe... Um halb drei sind wir dann in die Werkstatt zur Verabschiedung von Paula und Rich. Es gab eine kurze Rede, ein paar Fotos (wunderschön!) und dann noch chakula (Essen). Lisa hat fleißig vom Pilau gemampft und abwechselnd hat ihr ein Kind dabei Gesellschaft geleistet! ;-) Echt süß. (Fotos bei Doro auf dem Blog: sansibar.over-blog.de)
Zu Hause hab ich mich dann das zweite Mal an den Blog gesetzt... Dann kam Hans: "Wollt ihr kurz mit an den Strand - ne Runde schwimmen?" Also, sind wir noch ne Runde ins Meer... und jetzt sitzt ich zum dritten Mal heute da und bin tatsächlich am Ende angekommen! ;-)
Freu mich auch mal wieder von euch zu hören...?! :-)





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