Fix und Fertig waren Lisa und ich in der letzten Woche praktisch jeden Abend. Fotos von unserem chaotischen Wohnzimmer habt ihr ja schon, nun noch ein paar Geschichten dazu.
Grundsätzlich haben wir jede freie Minute genutzt... naja fast. Mittags haben wir uns meist für 15 Minuten hinglegt... (ja, wir machen hier oft einen "Mittagsschlaf").
Dienstag war echt spannend. In der Früh hatten wir unsere Kleinen. Danach sind wir zu Hause geblieben und haben selber gekocht (anstatt mit zur Roxanne zu gehen), damit wir noch etwas mehr schaffen konnten. Gleich nachdem die Kleinen abgeholt worden waren, haben wir gedruckt, geschnitten, gestanzt, laminiert... Lisa hat dann zwischendurch schnell ne Suppe gemacht und nach dem Essen ging´s weiter.
Gegen halb zwei haben wir Doris Tochter Dodo und ihren Mann zum Flughafen gefahren. (Drei Wochen vergehen soooo schnell!!) Lisa und ich sind mitgefahren, um sie zu verabschieden und auch weil wir danach gleich einkaufen gehen wollten. (Joni ist im Moment im Norden von Tanzania unterwegs und kann seine Aufgabe deswegen schlecht erfüllen ;-). Da wir kein Autofahren sollen (zum Glück!), sind wir leider auf Hans oder Doris angewiesen.) Ein Nachbar und guter Freund von Hans wollte mit zum Flughafen (schließlich sind Hans Kinder auch seine Kinder). Kein Problem, aber danach bat er uns noch seinen kranken Bruder zu besuchen. Da kann man schlecht Nein sagen. Also, sind wir noch dahin. Die können ganz gut Englisch und so war es nicht zu seltsam für uns und ich fands auch echt interessant die Geschwister von unserem Nachbar kennen zu lernen. ;-)
Von da aus sind wir dann zum Einkaufen. Jetzt hieß es schnell nach Hause, damit wir noch rechtzeitig zur Shule von Roxanne kommen. Hans war so nett und hat uns gefahren. ;-)
Am Donnerstag hatten wir dann so langsam unsere Probleme mit dem Kopierer. Mal hat er das Blatt gar nicht eingezogen, dann nur zerknittert, schief oder oder oder... AH! Leicht verzweifelt sind wir abends zur Shule. Dort fand der Test statt, den die Kids bestehen müssen, um am Samstag auf den Ausflug mit zu dürfen. Da sie natürlich einzeln befragt werden, wurde nebenbei mit den anderen gebastelt... Also ... es gibt einfach keine Worte dafür. Kaum hatte Roxanne erklärt wie es funktioniert und saß mit dem ersten am Test, wurden Lisa und ich belagert. Wir haben kleine Männchen gebastelt mit Gesicht des jeweiligen Kindes, Shirt und Rock oder Hose und wer Lust hatte bzw. genug Geduld, hat auch noch Hände und Füße bekommen.
Stellt euch ca. 30 afrikanische Kids vor. Lisa und ich von ihnen umzingelt und dann drei Sprachen. Lisa und ich reden auf deutsch: "Hast du dieses? Hast du jenes? Wo...?" Die Kids und wir mit den Kids wechseln von Englisch nach Suaheli und wieder zurück: "Nataka shirti! Mikono! Na mie miguu! Na picha yangu?" (Ich will ein T-Shirt! Hände! Und meine Füße! Und mein Bild?) "Unataka nini? Nani anataka miguu hii?" (Was möchtest du? Wer wollte diese Füße?) oder eben: "May I have shirt? May I have pants? I want hands!" bzw. "Here are pants. Go to Lisa, she has shirts.".... und so weiter... um dich rum lauter ausgestreckte Hände und kaum einer kannst du den Wunsch zuordnen, weil du Stimmen und Gesichter und zugehörige Hände nicht auf die Reihe bekommst.
Aber es war lustig! Danach dacht ich mir schon: "Uff! Was war denn das?" Aber es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht!
Lisa hat dann auch noch für jeden ein Luftballontier gemacht. Sie hatte ungefähr 30 cm um sich rum Platz. hihi Nachdem die Kids dann auch noch herausgefunden haben, dass es einen ganz tollen LILA Luftballon gibt, hingen sie auch um mich (aber bei weitem nicht so schlimm) und wollten alle lila haben. Leider ist der kaum zu unterscheiden von schwarz und so gab es jedesmal ein haha oder ui - je nach dem, ob derjenige schwarz oder lila erwischt hatte. ;-)
Ein tolles Erlebnis.
Zum Abschluss hat Roxannes Schwiegermutter den Mädels Essen gemacht, ich hab sie durch die Wanne gezogen und um kurz nach sieben war Roxanne endlich mit allen durch und sie konnte uns nach Hause fahren. Ich hab super geschlafen in dieser Nacht. ;-)
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