Lisas und mein Tag begann schon um sechs Uhr. Aufstehen, duschen, frühstücken, Zähne putzen, Tasche packen, Kopftuch, Schuhe, Schlüssel (?)... Twende! (Los geht`s) Auf Grund von Daladala-Mangel und überschüssiger Zeit sind wir die halbe Stunde zur Roxanne gelaufen.
Dort gab es auch für uns T-Shirts mit dem Emblem der "Skuli ya Imani - School of Faith". Sehen wir nicht wie eine richtige Schulklasse aus mit unseren Uniformen?
Statt um neun ging es dann - ganz typisch - eine Stunde später los. Roxanne hatte zwei Busse gemietet, da auch Eltern und Geschwister mitfahren durften. Wir "wazungu" (Weißen) saßen bei den Kids. Außer uns und Roxanne war auch noch ihre Schwiegermutter Roda dabei. Nach etwa einstündiger Fahrt mit viel Gelächter, lautem Gesang und vorbei an einem riesigen Baum (hab ich zu spät mitbekommen...) kamen wir - völlig verschwitzt ;-) - im Jozani-Park an. Begeistert sind die Kids zusammen mit Roxanne zur Kasse gestürmt. Jetzt hieß es aber noch nicht "Auf zu den Affen", sondern zuerst gab es eine kleine Einführung in das Schutzgebiet Jozani im Allgemeinen und dann noch eine kleine "Medizin"-Führung. Unter anderem haben wir von einem Baum erfahren, der 50 l Wasser am Tag speichern kann! Das meiste andere ist meinen Suaheli-Kenntnissen zum Opfer gefallen.
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| so sieht das Jozani-Gebiet aus |
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| unser "Helfer" |

Auf unserer weiteren Reise - wir hatten ja schließlich erst ein Uhr - wurden schon mal fleißig Guaven gemampft.
Da offentsichtlich alle Hunger hatten, gab es eine kleine Pause mit Süßgebäck und Saft. Danach ging es noch auf einer Brücke über eine Art "Sumpf-Gebiet". Nur bei Flut steht dort das Wasser. Bei Ebbe kann man - so wie wir - die mikoko meusi (schwarze Krebse) beobachten.
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| Blick in die Sumpflandschaft |
Dann... gab es kein Halten mehr. Jedes Kind zog seine "Badesachen" an und ab ins Meer! Über eine Stunde jubelten sie, lachten, rannen rein und wieder raus, spritzen sich gegenseitig nass, warfen sich in die Wellen, kamen kreischend mit Algen in der Hand raus, nur um direkt wieder umzukehren. Manche hatten noch nie das Meer gesehen.
Es war unglaublich sie dabei zu beobachten. Sie hatten solch eine Freude und jeder strahlte mit dem anderen um die Wette. Allein deswegen hat sich der Tag schon gelohnt! :-)
Der Heimweg war dann aber doch von müden Kriegern gekennzeichnet. Zu viert auf zwei Sitzen, auf dem Boden, quer über Rucksäcke... an sämtlichen Stellen im Bus schliefen unsere erschöpften Schützlinge.

Bei Roxanne angekommen, hieß es für Lisa und mich aber noch: nach Hause laufen. Nach der langen unbequemen Busfahrt, waren wir eher dankbar, dass wir noch ein Stück laufen konnten, um unsere Muskeln zu lockern... :-)
Nach diesem Tag fielen wir um neun völlig erledigt ins Bett... Keine fünf Minuten später habe ich geschlafen. ;-) Ich war am Ende.
Aber, es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Für die Kids war es ein absolut außergewöhnliches Ereignis und ihre vor Freude überfließenden Augen werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen. Es war ein Geschenk, dabei sein zu dürfen.













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