Sehr angenehm und erfreulich war heute die kurze Dauer unseres AC-Praktikumstages. Und so habe ich Zeit mal ein bisschen aus dem Nähkästchen oder Laborkästchen ;-) zu plaudern.
Alle 14 Tage hab ich Mittwoch und Donnerstag Praktikum QAC - qualitative analytische Chemie - und AC - anorganische Chemie. Oftmals ist die Vorbereitung mit viel Aufwand verbunden, da wir uns das theoretische Wissen zu den Versuchen selbst aneignen müssen. Natürlich lernt man so viel, aber meistens ist es ganz schön aufwendig und nervig, weil man auch oft nicht genau weiß, was jetzt zu lernen ist. So war es auch vor dieser Woche. AC hatte ich letztes Jahr schon, von daher wusste ich ungefähr wie es abläuft und wie ich da rangehen muss.
Aber QAC? Oje, das war eine Herausforderung. Zusätzlich müssen wir hier noch eine schriftliche Ausarbeitung der Theorie vorlegen, aber was da genau reinmuss? Wie lang oder ausführlich? Keiner wusste es, also haben es alle anders gemacht und je nachdem wurde dann zugestimmt oder nicht. Bei uns waren wir wirklich vier sehr verschiedene Ausarbeiter... Aber kein Kommentar. Jetzt werde ich versuchen mich kürzer zu halten. Ich hab nen halben Roman geschrieben und dafür eben auch etliche Stunden gebraucht.
Nun aber zu unserem Praktikum: Überall gehört Colloq dazu. Wir - also drei Kommilitonen und ich - waren gleich als erste dran. Wir saßen geschlagene eineinviertel Stunden mit unserem Prof zusammen! Meine Güte! Er hat viel auch drum rum erzählt, war sehr interessant, aber nichts alles relevant für unser Praktikum und so war ich doch etwas frustriert. Die Fragen waren nicht ganz so einfach, aber wir haben es anscheinend gut genug gemeistert. :-)
Endlich im Labor ging es dann ans Versuche machen. Erst musste mit Urtiter nochmal unsere Natronlauge von letztem Semester eingestellt werden. Damit dann Essigsäure titrieren und hoffentlich kommt bei beidem etwas Sinnvolles raus, sonst darfst du nochmal von vorne anfangen. Bei einer Titration bin ich leider gescheitert, aber das war noch kein großes Problem - einfach nochmal machen. Kostet natürlich immer etwas Zeit, aber der Wert war so eindeutig falsch... ;-)
Dann hatten wir noch zwei Partnerversuche... Hat jemand schon mal 20 ml in 0,5 ml Schritten titriert und dazwischen jeweils den pH gemessen? Und das ganze dreimal? Leute, ich sag euch, das ist nicht so cool. Du musst ja auch genau deine 0,5 ablesen und teilweise hab ich nur noch blaue Streifen gesehen. Mit etwas Glück hat dann aber alles super geklappt und dank meinem Laborpartner, der schon zwei Semester an der Uni Chemie studiert hat und etwas... schneller war als ich, waren wir erstaunlich schnell fertig. Nebenbei haben wir uns bzw. auch unsere Laboraufsicht und andere aus unserer Gruppe uns unterhalten. Den anderen etwas beim Jammern zugehört, weil ihre Versuche wesentlich nervenaufreibender waren als unsere! "Stelle deine Probe eine Stunde in den Trockenschrank. Danach 45 Minuten in den Exikator. Wiegen. Das Ganze wiederholen bis der Messwert bei zwei Messungen nacheinander stabil bleibt... Sie hatten zwischendurch schon noch andere Sachen zu tun, aber frustriert waren sie alle. Nächstes Mal darf ich das machen.
Und AC heute... Ionennachweise. Erst einmal ausprobieren, wie der Versuch aussieht und dann aus einer erhaltenen Probe, die richtigen Ionen nachweisen. Ich hab es aufs erste Mal geschafft! *hihi* War aber auch noch nicht sehr schwer. Das wird schon noch heftiger. Mal sehen, wie ich mich dann schlage. Spaß gemacht hat es aber allemal!
So jetzt könnt ihr schönes und langweiliges aus meinem Laboralltag lesen und ich mach mich daran die zugehörigen Protokolle fertig zu machen bzw. die nächsten vorzubereiten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen