Montag, 21. April 2014

Heimfahrt

Am Montag hieß es wieder nach Hause fahren. Lustig wie das klingt, wenn man so zwei "zu Hause" hat. ;-)
Naja, also kurz vor halb zwei sind wir los zum Bahnhof, damit wir auch ja rechtzeitig da sind. :-P Die einzige Info dort: Es gibt einen Ersatz-IC für den ICE... Natürlich ohne Sitzplatzreservierung. Zu meinem Glück wurde der Ersatz-Zug erst ab Nürnberg eingesetzt und war damit Menschenleer. :-) Wie ich im Zug saß, hab ich nur teilweise die Ansagen auf dem Bahnsteig gehört, aber die waren eher widersprüchlich...
Mit zehn Minuten Verspätung ging es los. Könnt ihr euch vorstellen warum? Der Lok-Führer musste noch auf die Fahrplanpapiere warten, damit er weiß wo er lang fahren muss. Crazy!
Naja, im Zug hatten wir dann auf Infos gehofft... Es gibt keinen Speisewagen. Das wars dann aber auch. Das hat eine Frau aber irgendwie total auf die Palme gebracht. Sie hatte wohl so nichts dabei, oder.. Keine Ahnung, aber sie hat sich ganz putzig aufgeregt. ;-)
Ein Papa ist mit seinem Sohn ein bisschen hin- und herspaziert. Wir saßen ganz vorne und er hat beim Lok-Führer aufgeschnappt, dass die Strecke unsinnig sei. Wir wechseln einfach die Gleise... Das ist äh sehr beruhigend.
Die beiden sind mal wieder unterwegs, da legt der Zug ne Vollbremsung hin! Es war wohl echt knapp und der kleine Mann wäre mim Kopf gegen eine Kante gekracht.

Kurzes Zwischenfazit: Es war definitiv nicht langweilig!

Nebenbei gab es noch ein zweites Kleinkind, das genölt hat. (Was ich da noch nicht wusste war, dass dieses Kind die gesamte Fahrt über alle 45 Minuten für ne viertel Stunde heulen würde. Ich hab nicht gegen kleine Kids und Weinen gehört dazu, aber fünf Stunden lang immer wieder?)
In Würzburg ist anscheinend eine Dame mit Ahnung zugestiegen... ;-) Jedenfalls erfuhren wir dann, dass der ICE wegen technischen Störungen ausgefallen ist. Weiter gings mit der Nachricht, dass der Zug nicht nach Bremen, sondern nur bis Altona fährt. Wer eigentlich nach Bremen wollte, muss in Hannover in einen zweiten Ersatzzug umsteigen. Leider ist der Zug jetzt richtig voll. Es riecht nach Kaffee, Wurst, Zigaretten... Noch mehr kleine Kinder.

In Fulda kam die Durchsage: "Ich habe gerade den Anruf einer aufgeregten Mutter bekommen... Ein kleiner Junge ist im Zug unterwegs... Wenn ich den Namen richtig verstanden habe, dann heißt der Junge ... Wenn er also da ist, soll er sich vorne beim Zug-Führer melden." So witzig! Die Frau hat die ganze Zeit geklungen als müsste sie sich das Lachen verkneifen. (P.S.: Der Junge ist nie bei uns vorn vorbeigekommen.)
Aber zwei andere Kids. Die waren ganz verzweifelt, weil sie keinen Platz mehr bekommen haben. "Die Frau hat gesagt, hier sei was frei, aber das stimmt ja gar nicht. Nur in dem anderen Waggon, aber das ist ja 1.Klasse." "Ist ok. Geh dahin und setzt euch." "Aber das ist doch 1.Klasse!" "Ja, setzt dich da hin." Die zwei ziehen ab und die Hälfte der Menschen drum rum verziehen das Gesicht: "Warum dürfen die das? Ich muss auch stehen!" Typisch Mensch.

Je weiter wir in den Norden kamen, desto dunkler und grauer wurde es. Ab und zu hat es mal geregnet... :-( Nach fünf Stunden war ich dann endlich da. Na, zumindest mal am Hauptbahnhof. Von da in die U-Bahn. Auf der Anzeige irgendwas von wegen Sonderfahrplan... Beim zweiten Mal lesen: Entwarnung. Gilt am 26./27. und nur für die U1.

Nach dieser anstrengenden, langen, aber durchaus abwechslungsreichen Fahrt musste ich noch voll bepackt in den vierten Stock stiefeln. Am Ende war ich fix und fertig, aber froh zu Hause zu sein. :-)

Keine Kommentare: