Weihnachten vorbei. 2016 begrüßt. Ran ans Schreiben.
In Kanada hab ich schon gute Vorarbeit geleistet, weshalb es dann meistens ganz gut voran ging. Wenn man es mal geschafft eine gewisse Grunddtruktur aufzubauen und hier und da ein paar Sätze oder Stichpunkte schon geschrieben hat, dann geht es echt leichter von der Hand.
Ein paar letzte Messungen hab ich auf der Arbeit noch gemacht - mit erfreulichen Ergebnissen! :-)
Dann hieß es schon alles aufräumen. Was kann weggeschüttet werden? Was muss aufgehoben werden? Wo? Ist die Beschriftung ausreichend und verständlich? Liegen irgendwo sonst noch Sachen rum? Welche Unterlagen muss ich abgeben? Wie stelle ich sie am besten zusammen? Muss ich irgendwo noch Erklärungen einfügen? Da hat man echt nochmal ganz schön zu tun.
Nebenbei weiter schreiben, Korrekturen einarbeiten, erste Layoutkorrekturen durchführen. Die eine oder andere Grafik schon mal für die Abschlusspräsentation aufarbeiten und speichern. Eine Sicherheitskopie hier und da und dort hinterlegen, dass bloß nichts verloren geht!
Es war eine spannende Zeit. Manchmal frustrierend, wenn ich partout nicht wusste, wie ich das gut formulieren kann oder wenn ich mal durch meine eigenen Aufzeichnungen verwirrt war. Oft aber auch erfolgreich und erfreulich, wenn man abends festellen konnte, dass wieder zwei Seiten mehr geschrieben sind und zwei überarbeitet.
Achja, dieses überarbeiten... Man braucht wirklich noch eine ganze Woche nur dafür. Und wenn ich ehrlich bin... ich hätte auch noch eine Woche überarbeiten können.
Tja und dann kommt irgendwann der große Tag. Ich drücke auf drucken und herauskommt meine Bachelorarbeit. Eine grobe Durchsicht, ob alle Seiten da sind und richtig aussehen, ergibt Fehler - also nochmal nachbearbeiten und einzelne Seiten austauschen.
Dienstag (9.2.) dann in die Stadt zum Binden. Es ist Faschingsdienstag - alle Läden haben schon zu. Mist.
Mittwoch Früh (10.2.) - das gleiche Spiel. Bitte binden. "Wie denn?" "Hardcover, Softcover,..." "Eine Folie vorne." "Also, Softcover." Nach einigem Hin und Her wusste ich dann, dass das tatsächlich die richtige Variante ist. Oh man. Es wurde gebunden. Hinten die CD rein und dann ab in die TH und abgeben. Stempel drauf. Vorbei. Nichts mehr zu ändern. Lachen oder Weinen? Der Stress fällt ab - das wird alle Familienangehörige und Freunde freuen. ;-)
Als nächstes: Warten. Wie lange brauchen sie wohl zum Korrigieren? Wann bekomme ich mein Zeugnis? Welche Note gibt es? Sind sich Erst- und Zweitprüfer einig? Welchen Schnitt gibt es insgesamt?
Gute zwei Wochen später gibt es schon die Note! 1,0! Yippie!
Auf mein Zeugnis muss ich noch ein paar Wochen länger warten, aber auch das kommt. Inkl. einer Urkunde, dass ich jetzt offiziell Ingenieurin bin. Uiuiuiui...
Aber damit nicht genug... Der Master hat schon begonnen.
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