Samstag, 2. Juni 2012

zwei ganz besondere Ladies...

Drei Wochen früher als geplant, mussten unsere Amerikanischen Teammitglieder ausreisen. Das bedeutete noch mal zwei Wochen intensiven Kontakt  - vor allem zu den beiden Mädels. Annikah und Evy sind unglaublich tolle, lebensfrohe, lustige und kluge Mäuse. Lisa und ich haben jede Minute mit ihnen voll ausgekostet, genossen und abgespeichert. Wir vermissen sie schrecklich!

 Hier einfach ein paar Eindrücke von unseren letzten Begegnungen:






















Anni: "Evy, say motorcycle!"
Evy: "Pikipiki!"
(Pikipiki ist Suaheli)

zwei Genießerinnen




Dienstag, 29. Mai 2012

Kleinigkeiten

Lang, lang ist´s her, dass ihr was Neues gehört habt. Mein Problem: Das Programm zum Bilder verkleinern ist nicht auf unserem neuen PC. Jegliche Versuche verschiedene Programme zu installieren sind fehlgeschlagen... also, dacht ich mir jetzt lieber nehm ich das Programm das hier drauf ist, mit dem die Bilder allerdings ziemlich verpixelt werden, nach dem Verkleinern... immer noch besser als nichts, oder? Verzeiht also die Qualität.

Dieser Eintrag ist gefüllt mit kleinen Geschichten aus dem Alltag in Afrika...
Kurz bevor Hans und Doris (vor über einem Monat) nach Deutschland sind, mussten noch Gitter an den Fenstern in der oberen Wohnung angebracht werden... Leider haben die Leute falsche gemessen und mussten am Ende mal gschwind ein Stückchen von der Wand abschlagen, damit alles passt:



Ein weiteres ganz wichtiges Ereignis: Unser Umzug von unten nach oben. Nachdem unsere letzten Gäste ausgezogen sind, sind nun Lisa und ich nach oben gegangen... Geschlechtertrennung... Es war ein unglaublicher Act, aber nach mehreren Stunden und etlichem Strepp-auf Strepp-ab hatten wir es geschafft und so langsam spielt sich alles ein. Noch funktioniert es nicht immer, aber immer öfter. Wir mutieren hier noch zu Anpassungskünstlern... ;-)
So sah das Ganze aus... ;-)
Wie verpacken wir alles, damit wir möglichst selten laufen müssen...??




Zwischendurch hatten wir mal ein interessantes Wochenende... naja wie man es nimmt. Ich persönlich fand es sehr erheiternd, wie wir uns alle um Lisas Bett versammelt haben, als Ha-Di mit der Infusion anrückte. Keine Sorge, es geht ihr wieder blendend (wir sind hier echt gut versorgt), aber an dem Samstag gab es vier Infusionen... die mussten aber erst mal in die zunächst nicht auffindbare Vene gebracht werden... ;-) Ha-Di: "Das ist ja wie bei einem Kind!" "Sag mal, hast du überhaupt ne Vene?" "Ist nicht ganz ungefährlich. Ich könnte auch daneben die Ader treffen..." (danke, dass wollten wir nicht wissen ;-)) "Oh, da ist deine Vene... Obwohl.. die ist ja total verschoben. Egal. Nicht bewegen."


Manchmal windet es hier auch sehr:


Zum Abschluss noch zwei Tiergeschichten:
1. Es gibt bei Ha-Di und Doro einen neuen kleinen, sehr süßen und sehr pumeligen Wachhund... also der muss erst noch wachsen... bis er wachen kann ;-) Der putzige Knödel heißt Fluffi.


















2. Haben wir ein Mäusenest bei uns gehabt. Beim Saubermachen unseres Küchenschranks hab ich rechtzeitig noch Joni gebeten auszuräumen... hatte Angst, dass mir was entgegen krabelt oder springt und ich dann peinlicher weise quietschend flüchte.  Sowohl Joni als auch Lisa sind erstaundlich flott zur Seite gesprungen als die Maus tatsächlich hervorkam. ;-) Aber damit nicht genug, beim weiteren Ausräumen kamen kleine Mäusebabys hervor... könnten ja glatt putzig sein, wenn es nicht gerade in unserer Küche gewesen wäre.
Mein erster Gedanke: Die sehen aus wie die tiefgefrorenen Mäuschen, die die Schlange meines Bruders immer bekommen hat. :-)


















Und damit ihr euch mal besser vorstellt könnt auf welcher Sprache wir uns immer unterhalten:
Ich: "Wenn sich in Deutschland jemand den Kopf bumped, werd ich auch Pole sagen."

Freitag, 11. Mai 2012

Eine Fahrt in der Nussschale

Mitte April (jaja so langsam hol ich alles nach...) sind Ha-Di, Doro, Kids und wir drei FSJler in einem für mich gefühlt winzigen Boot zur Sandbank direkt vor unserer Küste gefahren.
Der Tag begann mit einer SMS um acht oder so: "Wollt ihr mit zur Sandbank?" "Ja, eigentlich schon, aber wann wollt ihr denn los?" "So in fünf Minuten." "Ok, vergiss es. Wir sind noch nicht mal aufgestanden." "... Das war ein Scherz... so in ner dreiviertel Stunde?" "Oh... na, dann. Klar!" Pünktlich fertig hat der Rest der Mannschaft ein bisschen Chaos verursacht, sodass es am Ende eine Stunde später als geplant wurde.
Natürlich musste das Schlauchboot erst aufgeblasen werden... alle haben fleißig geholfen. ;-)
Auch Doro war etwas skeptisch was die Größe der Bootes betrifft und wir haben mal so grob überschlagen, ob wir da reinpassen:
für 8 Erwachsene ausgelegt - Ha-Di (1), Doro (2), Joni (3), ich (4), Lisa und Annelie (5), Nasya und Romy und Joel (6), Gepäck (7 ggf. 8) ... jo, das passt! :-D

Dann musste das Boot zum Wasser getragen werden und alle und alles darin Platz finden.


















Auf der Sandbank angekommen, hieß es "ab ins Wasser".
Doro hat einen "Spaziergang" um einen Teil der Insel gemacht und kam: "Ich hab ne Seegurke gefunden. Schaut mal." Alle sind wir begeistert mit. Es hat etwas gedauert bis wir sie wieder entdeckt haben, aber dann standen wir alle staunend drumrum. Aufgrund des Wellengangs hat sie sich viel bewegt und immer wieder ist einer quietschend zur Seite gesprungen... bis Joel ins Wasser griff und sie rausholte... unsere Seegurke war leider nur ein länglicher Stein! ;-)
Nach ein paar Mandazi sind wir etwas schnorcheln. Noch zu Fuß erreichbar (also in nicht sehr tiefen Wasser) gab es ein kleines Felsengebilde mit Fischen und Muscheln. Alle sind begeistert getaucht. Joel musste erst überredet werden, aber dann wollte er gar nicht mehr raus. Er hat immer angefangen: "1 2 3 .." tief (wirklich tief! ;-)) Luft holen und Kopf mit Schwung unter Wasser werfen. Soo putzig! Und dann noch mit der riesigen Taucherbrille. ;-) Er war sehr begeistert. Nach jedem Auftauchen kam die Frage: "Rina, ha du Fisch sehen?" Zwischendurch hatte er meine Brille auf und ich musste ihn jedesmal enttäuschen: "Nein, du hast meine Taucherbrille..." Er: "1 2 3 ..." "ha du Fisch sehen, Rina?" *hihi*

Joel mit Lisa

eine Muräne gabs auch zu sehen
Kurz bevor wir wieder gegangen sind, mussten wir noch das andere Ende der Sandbank erkunden. Sie ist sehr schmal, aber lang ausgelaufen und so sind dort von beiden Seiten die Wellen aufeinander getroffen und das sah sehr toll aus und hat gespritzt und wir hatten echt Spaß: Joel hat in die zusammentreffenden Wellen gekickt, sich im Kreis gedreht, sich hingesetzt und wäre beinahe untergegangen in dem Spritzwasser,...


Sind diese Muscheln nicht schön? Sie sind immer wieder raus aus der Schale und wieder rein. Faszinierend!















Zu Hause angekommen, gabs dann noch ne kleine Überraschung: Ameisen!!!
AAAAHHHH!!!!
Lisa und ich haben das Killerspray geholt, auf der Flucht davor haben sie sich im halben Zimmer verteilt... (Lisa und ich haben uns aufs Bett gerettet... ;-)) Als sich (fast) nichts mehr gerührt hat, wurde ein Haufen gekehrt und dann ab in den Müll... Bäh!
Ansonsten war der Tag aber super! ;-)

die Punkte sind Ameisen

der Haufen am Schluss....



Dienstag, 8. Mai 2012

Kulturtrip

Irgendwann Anfang April ist Doris mit uns losgezogen, um ein bisschen Kultur abzuarbeiten. Wir waren in der Kirche, die auf dem Platz errichtet wurde, wo früher der Sklavenmarkt war. Zuerst haben wir uns noch WINZIGE Kammern angesehen, in denen die Sklaven "gelebt" haben bis sie verkauft wurden.

der Aufgang für den Organisten


















In der Kirche ging es dann eher lustig weiter, als unser Guide meinte, dass die Säulen vor uns ohne die Anwesenheit des Bauleiters eingebaut wurden und der dann bei seiner Rückkehr feststellen musste, dass sie auf dem Kopf stehen. ;-)


Es gibt ein Kreuz aus dem Holz des Baumes, unter dem David Livingstone begraben wurde. Die Kirche wurde auch zu seiner Ehre gebaut, um seine Arbeit zu würdigen. Er hat unter anderem dazu beigetragen, dass die Sklaverei in Ostafrika letztendlich abgeschafft wurde.


Außerhalb der Kirche gibt es ein kleines Denkmal: in Ketten gelegte Sklaven (die Kette ist von der Zeit der Sklaverei) und einige Meter von der ehemaligen Stelle entfernt wurde ein Baum gepflanzt. Um solch einen fand der Sklavenmarkt statt. Es wurde gehandelt und je nach dem wie gut ein Sklave Schläge ausgehalten hat, stieg sein Preis oder fiel.






Früher kam bei Flut das Wasser ins Innere der Insel bis dorthin, wo Lisa und ich gerade sitzen. Stone Town war mal eine Halbinsel, die bei Flut nur durch Brücken mit dem Rest der Insel verbunden war.

Danach waren Lisa und ich noch alleine im House of Wonders. Früher der Palast des Sultans ist es heute ein Museum. Wir sind entspannt durch die Räume gelaufen, haben uns vorgestellt wie es für den Sultan gewesen sein muss dort entlang zu gehen, die Ausstellungsstücke betrachtet (uns gewundert wie wenig sie gepflegt werden... und warum manchmal auf dem Zettel 1765 steht und auf dem Ausstellungsstück 2004... ;-)), sind die riesige Treppe hinaufgeschritten und haben am Ende den unglaublichen Ausblick von der Veranda genossen...
















Montag, 7. Mai 2012

Kizimkazi - Delfine und Angeln

... zwei Dinge, die man unbedingt gemacht haben sollte, wenn man auf Sansibar ist und Ha-Di kennt. ;-) Lisa und ich haben uns vom Angeln bisher mehr oder weniger gedrückt, weil man schon um fünf Uhr frühlosfährt und erst gegen vier wieder nach Hause kommt. Da fehlt aber noch das Aufräumen, Fisch zerkleinern, duschen, Abendessen,... Aber an einem Ferienfreitag im April haben wir uns mit einer befreundeten Familie auf den Weg gemacht. Zuerst sind wir alle in ein Boot gestiegen, um die Delfine, die man an dieser Stelle fast immer antrifft, anzuschauen. Und wir haben sie sogar gesehen! Es waren etliche Touristenboote um uns rum und so war es nicht schwer auszumachen, wo die Delfine jeweils gerade aufgetaucht waren. Dann hieß es schnell hin, Schnorchel und Taucherbrille aufsetzen und rein ins Wasser. Also, ich bin nicht, erst war es mir zu kalt und dann... wir wollten ja noch angeln und dann die ganze Zeit nass auf diesem Boot... Aber Lisa ist rein und war ganz begeistert: Beim dritten Versuch sind die Delfine direkt unter ihr durchgeschwommen. Annelies stolzes Grinsen haben wir leider nicht auf Foto. Aber die Beschreibung "von einem Ohr zum anderen" trifft´s ganz gut. :-)

Delfinfotos hab ich leider nicht... haben den Foto im Auto vergessen und der wäre auch ziemlich nass geworden.

So nach eineinhalb Stunden ging es zurück an den Strand. Die Frauen und Kids ausladen (sie haben den Mittag am Pool eines nahegelegenen Hotels verbracht) und Angelsachen einpacken, nochmal eincremen, los geht`s!

An Lisas Angeln war bald der erste Fisch. Obwohl Ha-Di noch meinte es sei zu ruhig. Wir hatten praktisch keine Wellen. Der Fisch war aber gleich wieder weg und auch die nächsten beiden. Aber dann! Eine Goldmakrele! Eine von drei Fischsorten, die Ha-Di noch in seiner Sammlung fehlen! Er war ganz aufgeregt! Es hat nur gefehlt, dass er auf und ab gehüpft ist. ;-) Es hieß volle Konzentration, damit sie ja nicht entwischt und ich als Filmerin bekam Anweisung: "Ins Wasser!" (also die Kamera). Ein kleines Video gibt es auf Doros Blog. (verlinken geht bei mir gerade nicht...)




Kurze Zeit später durfte dann Lisa ran. Ihr erster Fisch! Ein Waho.


















Schon auf dem Rückweg gab es nochmal zwei gleichzeitig. Ha-Di hat seinen in aller Ruhe reingeholt und dann haben wir unserem Freund zugeschaut. ;-) Der war etwas überfordert... ;-) "Oh, man! What ist that?" "I hope it`s not a small one. Would be sooo embarrassing!" (Was ist das? Ich hoffe kein kleiner. Das wäre sooo peinlich!) Er hatte echt zu kämpfen, war mit großen Fischen, aber auch noch nicht so erfahren. Er hat sich super geschlagen und am Ende war es der größte Waho! Wir hatten dann insgesamt drei Wahos und eine Goldmakrele.

Und damit ihr auch sicher gehen könnt, dass ich dabei war: